Schönheit und Narben

Kint­su­gi — eine tra­di­tio­nel­le japa­ni­sche Tech­nik der Restau­ra­ti­ons for­der­te mich in zwei­fa­cher Hinsicht:

Zum Einen galt es die hand­werk­li­che Her­aus­for­de­rung zu meis­tern, indem man die Scher­ben mit dem Uru­shi-Lack ver­sah, zusam­men­kleb­te, dann in meh­re­ren Schrit­ten mit unter­schied­li­chen Lackie­run­gen zu arbei­ten. Dazwi­schen immer wie­der tage­lan­ge Trock­nungs­pro­zes­se ein­zu­bau­en, bevor wir nach wochen­lan­ger Arbeit zum Schluss die „Nar­ben“ mit Gold­staub veredelte.

Die ande­re Her­aus­for­de­rung war psy­cho­lo­gi­scher Art. Die Werk­stü­cke nach der Her­stel­lung zu zer­stö­ren, um die Scher­ben anschlie­ßend in der Kint­su­gi-Tech­nik wie­der zusam­men zu fügen.

Ich muss­te auch ler­nen die Scher­ben und Ris­se anzu­neh­men und zu hei­len. Nicht Ver­let­zun­gen zu ver­ber­gen, son­dern zu veredeln.

 

Wäh­rend die­ser wochen­lan­gen gemein­sa­men Arbeits­schrit­te lern­ten wir, dass es hier nicht nur um die Ris­se und Brü­che in unse­ren Werk­stü­cken, son­dern auch um die in unse­rem eige­nen Leben ging … und nicht nur unse­re Objek­te ver­än­der­ten sich!

 

Ich stelle aus:

Es bie­ten sich wie­der  inter­es­san­te Möglichkeiten
mei­ne Arbei­ten ken­nen zu lernen:


Febru­ar 2026 — April 2026 | Erpho­kir­che | Müns­ter | 22.02. — 12.04.2026 

Die Ver­nis­sa­ge fin­det am 22.2. um 12.30 Uhr im Anschluss an den Got­tes­dienst statt.
Musi­ka­lisch beglei­tet wird sie vom Pep Chor unter der Lei­tung von Uta Gau­bitz,
den Ein­füh­rungs­im­puls gibt Jan Homey­er, Kanz­ler der Schanze.

Am 22. Febru­ar 2026 eröff­net in der Erpho­kir­che eine neue the­ma­ti­sche Ausstellung.
77 künst­le­ri­sche State­ments set­zen sich mit den Fragen
nach “Wahr­heit und Lüge” aus­ein­an­der und laden dazu ein,
eige­ne Per­spek­ti­ven zu hin­ter­fra­gen und zu erweitern.
Auch die Künst­le­rin­nen­grup­pe „Raku-Pun­k­­te“ ist mit ihren
Arbei­ten ver­tre­ten
und berei­chert die Aus­stel­lung mit ihren kera­mi­schen Positionen.

Gezeigt wer­den Arbei­ten aus Male­rei, Foto­gra­fie, Col­la­ge, Siebdruck,
Instal­la­ti­on, Skulp­tur und Keramik

von Künstler*innen aus Müns­ter und dem Müns­ter­land sowie aus ande­ren Regio­nen und
dem Aus­land. Ein viel­sei­ti­ges Rah­men­pro­gramm ergänzt die Ausstellung.

Die Aus­stel­lung ist bis zum 12. April geöffnet:
frei­tags bis mitt­wochs von 15.00–17.00 Uhr,
don­ners­tags von 16.00–18.00 Uhr.
An den Wochen­en­den werden
kos­ten­freie öffent­li­che Füh­run­gen angeboten.

Die Raku-Pun­k­­te beschäf­ti­gen sich seit über drei Jahrzehnten
mit der Raku-Tech­­nik sowie mit wei­te­ren viel­sei­ti­gen kera­mi­schen Verfahren.
Gemein­sam haben sie zahl­rei­che Aus­stel­lun­gen realisiert,
unter ande­rem bereits in der Erpho­kir­che Müns­ter,
in der Oran­ge­rie Müns­ter sowie an wei­te­ren Aus­stel­lungs­or­ten im Müns­ter­land.

Von Wahrheit und Lüge

Ein­la­dung “Von Wahr­heit und Lüge”

 

TÖPFERN lernen in Telgte

Seit 2022 bie­te ich offe­ne Kur­se im Ein­zel­un­ter­richt oder für Klein­grup­pen
in mei­nem Kera­­mik-Kel­­ler in Telg­te bei Müns­ter an.

Ich freue mich dar­auf, die viel­sei­ti­gen Mög­lich­kei­ten des Töp­ferns sowie
der Ober­flä­chen­ge­stal­tung an alle inter­es­sier­ten Krea­ti­ve weiterzugeben.

TÖPFERN macht glück­lich! Pro­bie­re es aus!